Krawall in Hamburg, G20 Morgenstunden

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von MegaYama.

  • War leider nicht anders zu erwarten... :(


    Kann mir mal jemand verraten, warum es diese Demo eigentlich gibt? Was wollen die boykottieren? Ändern kann man doch eh nichts. Ich verstehe nicht, warum man deshalb solche Krawalle veranstalten muss. :/

  • Ich habe ein wenig N24 gesehen, und leider muss ich bekannt geben, dass ein großer Teil der bösen Demonstranten sich unter den guten Demonstranten mischten und sich in der Menge umgezogen hat, um Krawall auszuüben.


    Es wurden auch mehrere von ihnen Festgenommen, die bereits in anderen Ländern wie Paris, Italien, Norwegen und Schweiz polizeilich bekannt sind.


    Es hätte also nichts gebracht, "Black Box" und "Welcome to hell" zu verbieten, die wären so oder so gekommen. Und diejenigen, die sie letzte Nacht nicht zu fassen bekommen haben, machten sich heute ab 8 Uhr auf dem Weg zum randalieren. "Kill cops" ist eine der häufigsten Schmierereien an den Wänden in Altona, Elbchaussee und Wandsbek.


    Und wenn bei den Zecken eingebrochen wird, dann rufen sie die Polizeit. - Das ist fast wie Satire...


    Was tut man jetzt dagegen, wenn man es nicht in der Hand hat, und die ganze Woche für den Staat Steuern erarbeitet hat?


  • 04.07.2017 ein Rückblick (bevor das Handelsblatt diese News Archiviert)


    Copy-Paste Version:




    G20: Polizei-Show mit Wirkung


    G20-GIPFEL IN HAMBURG

    Polizei-Show mit Folgen

    von: Christoph Kapalschinski

    Datum: 04.07.2017 17:15 Uhr


    Tausende gewaltbereite Demonstranten wollten angeblich zum G20-Gipfel

    kommen. Bei seinem Besuch am Dienstag räumte Innenminister de Maizière

    aber ein, die Zahl sei bewusst hoch gegriffen. Bleibt es überraschend friedlich?





    G20-GIPFEL de Maizière: „Gewalttätiger Protest wird sofort unterbunden"



    Hamburg Wie viele gewaltbereite Demonstranten kommen nach Hamburg zum G20-Gipfel? Offenbar doch nicht so viele, wie die Polizei geschätzt hat. Noch Ende Juni nannte die Agentur Reuters aus Sicherheitskreisen die Zahl 10.000, zuletzt sprach Innenminister Thomas de Maizière (CDU) von 8000. Am Dienstagnachmittag relativierte er bei einem Besuch in Hamburg auch diese Zahl. „Es ist gut, von einer hohen Zahl auszugehen – wir freuen uns, wenn es weniger sind“, sagte der Minister. Von den „bis zu 8000“ potenziellen Gewalttätern, könnten einige möglicherweise wegen der Warnung zu Hause bleiben, andere schon auf der Anreise abgehalten werden, weitere könnten sich vor Ort entscheiden, doch keine Gewalt anzuwenden, sagte de Maizière.


    Vorangegangen war eine kleine Show der polizeilichen Möglichkeiten. Rund um das Messezentrum, dem eigentlichen Tagungsort, posierten Polizisten in einer Motorradstaffel, angeführt von zwei Reitern hoch zu Polizeipferd. Wenige hundert Meter weiter sammelte sich eine dänische Einheit. Erfahrene Staffelfahrer aus den Hauptstädten Kopenhagen und Wien unterstützen die deutsche Polizei bei den nötigen Konvois vom Flughafen mitten in die Stadt. US-Helikopter flogen über die Alster und übten den Fall einer Evakuierung, falls Staatsgäste in Sicherheit gebracht werden müssten.


    In der Halle hielten de Maizière und Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) vor Fernsehkameras Small-Talk mit telegen ausgewählten Einsatzbeamten: darunter einige Österreicher und Polizeischülerinnen, die als Ansprechpartner für die Anwohner fungieren. Daneben durfte eine schwer bewaffnete „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit Plus“ dem Minister ihre neuen Helme und G36-Gewehre zeigen – und ihre Meinung zum Thema Body-Cam, einer Kamera auf der Schulter – äußern. Allerdings: Beim Gipfel kommen die Geräte gar nicht zum Einsatz.


    Der Zweck der ministerialen Visite im allgemeinen Klassenfahrts-Trubel gut gelaunter, neu eintreffender Einheiten aus ganz Deutschland blieb etwas vage. „Ich will meine Solidarität und Unterstützung ausdrücken“, sagte de Maizière, um zudem noch die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“ aller Behörden zu loben. Mindestens 19.000 Beamte von verschiedenen Landespolizeistellen, BKA, Bundespolizei und ausländischen Behörden sollen im Einsatz sein.


    In Richtung potenzieller, noch unentschlossener Gewalttäter betonte der Innenminister den ausgerufenen Null-Toleranz-Kurs: „Gewalttätiger Protest kann sich nicht auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit berufen und wird unterbunden. Kein Demonstrant kann bestimmen, ob, wann und wo sich Regierungschefs in Deutschland auf Einladung der Kanzlerin treffen.“


    In Hamburg demonstrierte die Polizei den strengen Kurs im praktischen Einsatz erstmals am Sonntagabend, als etliche Einsatzkräfte elf kleine Schlafzelte in einem als Versammlungsort genehmigten Camp im Elbpark Entenwerder unter Einsatz von Pfefferspray einkassierten. Seitdem verlagert sich die Diskussion in Hamburg auf die Frage, ob doch noch irgendwo Übernachtungszelte gestattet werden. Vor allem auf Twitter gerät dabei die Polizei unter #Entenwerder unter Kritik. Auch die Linkspartei kritisierte – wie zu erwarten – den harten Kurs der Polizei.

  • Zum Glück ist der Gipfel beendet.


    Wer kommt denn nun für die Schäden auf?

    Besonders würde mich interessieren wer für die abgebrannten Fahrzeuge aufkommt denn Versicherungen werden es wohl kaum übernehmen. Die sagen dann wohl einfach: höhere Gewalt.

  • Von mir aus hätten sie gerne dieses Dreckspack von den Dächern schießen können.

    Wer bewusst Tode mit Gehwegplatten und Molotovcocktails in Kauf nimmt, der darf gern ein gleichstufigen Echo bekommen.

    Einen IKEA mit Mitarbeitern und Kunden darin in Brand zu stecken, ist schlicht und ergreifend versuchter Mord.

    Brennende Barrikaden auf den Straßen und fliegende Pflastersteine hat nichts mit Demonstration zu tun.

    Was dabei auch gerne vergessen wird, ist, dass die Polizei nicht nur sich selbst sondern auch die Anwohner schützen musste.

    Dass dabei auch die friedlicheren Demonstranten, denen es dabei vielleicht wirklich um etwas ging, Pfefferspray, Wasserwerfer und den Schlagstock abbekommen, ist leider nicht vermeidbar.


    In den Uniformen stecken keine Roboter, das sind Menschen, denen das Adrenalin bis Oberkante Scheitel schießt und die es nach Stunden in diesem Modus einfach nervlich nicht mehr aushalten, warum der ganze Scheiß überhaupt passiert.

    Die haben Schiss, sind irgendwann wütend, müde von der Anstrengung, der enormen Belastung und dem endlosen Stress, die KÖNNEN irgendwann nicht mehr unterscheiden, wer da steht, sitzt oder was auch immer.

    Irgendwann sind die an einem Punkt, der der geistigen Verfassung eines Soldaten in einer heißen Krisengegend entspricht.


    Dass das GSG nicht direkt geschossen hat, da können sich diese Vollpfosten glücklich schätzen.

  • Ui,
    sehr interessanter Threat. wäre ich nicht so lange offline gewesen hätte ich mich vorher schon einmal eingemischt....

    Aber mittlerweile gibt es ja immer mehr beweise dafür, dass ein großteil der "Krawallmacher" die Polizei selbst war!
    Natürlich gibt es "Krawalltouristen" die extra wegen "Bambule" hingefahren sind, jedoch sollte man das ganze mal genauer Betrachten was vorgefallen ist. Dabei handelt es sich nicht nur die von der Polizei angegriffen Welcome to Hell Demo, sondern auch die Tage zuvor!

    Im Übrigen ist mittlerweile von der Polizei gestanden worden, dass es --> Keine <-- solche angriffs- oder hinterhaltsszenarien gab. Also das keine Personen auf den Dächern mit Gehwegplatten etc gewartet haben!

    Leider ist es genau dasselbe "Spiel" von der Polizei wie 2013 bei der Flora Demo. Wo im Nachhinein auch immer mehr rausgekommen ist, dass die Polizei die Demo bewusst eskalieren lassen hat...

  • Das ändert aber nichts daran, das die Situation von vielen Trittbrettfahrern ausgenutzt wurde. Dutzende unmaskierte Menschen haben Supermärkte gestürmt, Autos unschuldiger Bürger angezündet und Schaufenster zertrümmert. Auch gewalttätige Übergriffe auf unbehelligte Passanten waren an der Tagesordnung.

    Viele der Krawall-Demonstranten waren extra aus dem EU-Umland angereist, um in Hamburg "die Sau" rauszulassen.

    Das es Eskalations-Gruppen der Polizei gibt, war schon zu Ost-/West-Zeiten üblich, um eine Demonstration beenden zu "dürfen".