Eigenbau NAS - OpenMediaVault

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Thorsten Geiger.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte Euch hier mal mein neues, selbstgebautes NAS vorstellen. Inspiration gab es in diesem Topic, danke noch mal an alle die geholfen haben.


    Ausgangslage:

    Bisher habe ich ein Acer Easystore H-340 welches mir die letzten (fast) 10 Jahre treue Dienste geleistet hat. In diesem werkeln 4 Festplatten, übrigens schon seit dem ersten Tag ohne Ausfall, mit je 1 TB Kapazität. Der Easystore läuft mit einem Win 2003 Server welches natürlich nicht mehr zeitgemäß ist.

    Ich nutze das NAS zu 80% um Filme zu streamen (Kodi bzw. SPMC), als Foto Archiv und zur Ablage eigener Dokumente. Also nichts besonderes, stinknormaler Home Anwender. Daher ist auch keine besondere Ausfallsicherheit nötig. Alle wichtigen Dinge wie Fotos, private Videos und Dokumente werden zusätzlich auf verschlüsselten USB Festplatten gesichert welche ich in der Vorratskammer aufbewahre (da dort das ganze Jahr eine konstante Temperatur herrscht).


    Ziel:

    Eine neue, zeitgemäße Speicherlösung ohne RAID. Ich habe mich letzten Endes mit 4 Festplatten begnügt da alle anderen Lösungen unverhältnismäßig teurer wurden. Das ganze soll natürlich stromsparend sein.


    Gekaufte Hardware:

    Gesamtkosten ohne Festplatten: 265,- €


    Als NAS Software habe ich mich für OMV - OpenMediaVault entschieden. Eine Ausführliche Anleitung zur Installation findet Ihr hier.


    Ich habe das OS auf dem USB Stick installiert um keinen der SATA Ports zu belegen. Wichtig ist das hierfür ein USB Stick mit SMC Chips (wie in einer SSD) verwedet wird. Ein normaler USB Stick wird aufgrund der vielen Schreibzugriffe nicht lange halten.

    Die Installation von OMV lief grundsätzlich ohne Probleme. Aufgrund der guten Anleitung und dem bereitgestellten ISO sind keine Linux Kenntnisse nötig.

    Einzig die Erstellung eines bootfähigen USB Sticks war ein Problem. Ich habe hierfür einen SanDisk Cruzer Force mit 16 GB verwendet. Das Board wollte aber partout nicht von diesem booten.


    Nach einigen Stunden habe ich den USB Stick dann unter Windows 10 anstatt unter MacOS erstellt.

    Obwohl ich auf beiden Systemen das gleiche Tool, UNetbootin, verwendet habe klappte der Bootvorgang erst nach dem ich den USB Stick unter Win erstellt habe. Mit MacOS Sierra 10.12.5 zeigte mir das Board immer an, ich solle ein passendes Bootmedium verwenden.

    Wieso, weshalb und warum erschließt sich mir nicht. Ggf. liegt es daran das ich unter MacOS den Stick nicht explizit als FAT32 formatieren kann, es gibt im Festplattendienstprogramm lediglich FAT als Auswahl (eigentlich sollte das aber FAT32 sein). Ich kann es aber natürlich nicht abschließend sagen an was es lag. Lediglich das unter Win10 das erstellen des Bootmediums einwandfrei geklappt hat, direkt beim ersten Versuch, kann ich mit Sicherheit sagen.


    Aktuell kopiere ich alle Daten auf die installierten Festplatten. Das dauert bei 4 TB natürlich ne Weile. Hier noch ein paar Bilder:






    Wie sich das System schlägt wird sich rausstellen. Ich gehe aber davon aus das es keine bösen Überraschungen geben wird. Gerade OMV ist mittlerweile doch sehr gut und ausgereift.

    Dennoch werde ich meinen Easystore noch eine Zeit lang im Betrieb lassen, sicher ist sicher.



    Grüße


    Thorsten

  • OMV ist gut, hat wesentlich bessere Hardware Unterstützung als FreeeNAS.

    Probleme sehe ich da nicht, sollte eigentlich alles stabil laufen.

    Die Kerne haben zwar eine etwas geringe Geschwindigkeit, dafür arbeiten sie aber effektiver als die alten Generationen, sollte aufgrund der Anzahl (4) der Kerne flott laufen.

    Mein HP NAS hat nur 2 Kerne mit 100MHz mehr, da habe ich beim übertragen der Daten auch keine Probleme, nur beim streamen macht mir die Kiste etwas Probleme wenn ich sie encoden lassen, werde den Prozessor irgendwann auch mal gegen ein 4Kerner wechseln.

    Sogar das streamen von 1080p Material und encoden lassen sollte bei dir gut funzen, wenn du nebenbei nichts anderes machst bzw die Videos mittels Filter aufbesserst.

  • Während des Kopierens hab ich einfach mal meine Reverenz, Avatar als untouched BD Rip mit ner Bitrate von knapp 55 MBit's Bild und 5-7 MBit's Ton laufen lassen.

    Alles ohne Probleme. Da hatte mein H-340 schon Schwierigkeiten wenn nebenher noch irgendein anderer Job auf dem NAS lief.


    Der Kopierjob läuft übrigens immer noch, was mich daran erinnert das ich noch ein Topic aufmachen wollte.


    Grüße


    Thorsten

  • Kurzes Update, Server läuft immer noch tipptopp.


    Der Härtetest, 4k Filme mit HDR und Dolby Athmos besteht die Kiste ohne Probleme.

    Nebenher läuft im Netzwerk noch ein HD Stream einer Dreambox und ein etwas größerer Kopierjob.


    Für zuhause also wirklich ein super System zum günstigen Preis.


    Grüße