Spiele als Kunstform - Eure Meinung

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von PoooMukkel.

  • Seid herzlich gegrüßt!


    Da ich mich in kurzer Zeit zweimal mit, wie ich finde, unangebrachter Zensur in Videospielen konfrontiert sah (Das neue Call of Duty und Wolfenstein II - The new Colossus), finde ich ist es an der Zeit, dass Videospiele, genauso wie Filme, als Kunstform verstanden werden sollten, bei der solche Zensuren nichts zu suchen haben. Zum Glück ist Deutschland in den letzten Jahren deutlich liberaler geworden, was Gewaltdarstellungen in Spielen und Filmen betrifft (Nicht, weil ich so auf Gewalt stehe, sondern einfach, weil ich der Meinung bin, als Volljähriger selbst entscheiden zu dürfen, was ich ertragen und was nicht ertragen kann).

    Aber wenn es um Darstellungen des Nationalsozialismus geht, werden Spiele meiner Ansicht nach zu Unrecht anders behandelt als Filme und an einem Paragraphen gemessen, der für Filme aufgrund der Kunstfreiheit nicht gilt.

    Wenn das dazu führt, dass ich beispielsweise Wolfenstein II nicht einmal auf Englisch spielen darf, weil da das böse Wort Nazi und Führer fällt, dann finde ich das besonders ärgerlich.

    Es wird Zeit, dass Spiele als ebenbürtige Kunstform wahrgenommen werden wie Filme, Bücher und Musik.


    Wie seht ihr das Thema?


    LG

  • Ich stimme dir voll und ganz zu. Ich beschäftige mich ja bereits seit einigen Jahren mit der Thematik "Zensur in Spielen".

    Es stimmt, heutzutage werden Spiele, die vor ein paar Jahren noch wegen Gewaltdarstellung auf dem Index landeten, einfach von der USK durchgewunken.

    Leider ist dies bezüglich unserer Vergangenheit nicht so. Das dritte Reich gehört nun mal zu unserer Geschichte dazu, auch wenn das alles sehr sehr schlimm und vor allem unnötig war. Aber ich sehe keinen Grund, warum Filme oder Reportagen am laufenden Band darüber berichten dürfen, Spiele aber nicht.

    Natürlich gehen Publisher wie Bethesda oder Activison auf Nummer sicher und produzieren gleich zweigleisig. Denn wenn deren Titel auf dem Index landen oder in Deutschland nicht veröffentlicht werden dürfen, entgeht den Publishern ein großes Stück vom Kuchen. Und diesen Verlust von Einnahmen wollen sie erst gar nicht riskieren. Warum sich also mit der Thematik auseinandersetzen?

    Ich bin gespannt, wo die Reise diesbezüglich in den nächsten Jahren hingeht...